Erik Schimmel Was raus muss, muss raus.

15Mrz/121

Simfy, rdio oder Spotify?

Nach dem Test aller drei Dienste wurde mir schnell klar: so richtig warm werde ich mit keinem. Bei Simfy finde ich das Handling der iOS-Apps wenig prickelnd. rdio gefällt mir hier deutlich besser, dafür plaudert es jede meiner Aktivitäten im Netz aus. Alles was Recht ist, ich teile gerne meine Songs und Playlists. Was ich aber wann tue, einsortiere oder anhöre, ist privat. Spotify hat mir vom Handling auf dem Desktop und auf dem iPhone am besten gefallen - unverständlich, warum sie keine App für das iPad anbieten.

Ich kann aber nicht sagen, dass Simfy, rdio oder Spotify schlecht sind, im Gegenteil. Das spontane Musik hören macht durchaus Spaß. Ich gehöre aber wohl zur Gruppe der Jäger und Sammler, die mit dem Musikangebot bzw. dessen Darreichnung nicht so richtig glücklich werden. Für mich gibt es im Grunde nur zwei Anwendungsfälle für das Musik-Streaming: das Entdecken neuer Musik bzw. der komplette Ersatz meiner iTunes-Bibliothek.

Letzteres gestaltet sich als unmöglich: ein erster Abgleich meiner iTunes-Playlisten zeigt, dass ich zuviel Musik in meinem Bestand habe, der bei keinem der Dienste zu finden ist. Dazu kommt das Problem, dass das mobile Streaming einfach zuviel Datenvolumen verbraucht und das Synchronisieren mit meinem iPod schwierig bis unmöglich ist. Spotify bietet zwar eine solche Funktion an, wie sich diese aber mit iTunes verträgt wage ich nicht zu prognostizieren. Bliebe die Möglichkeit, die gestreamte Musik mit lokalen Dateien zu ergänzen. Eigentlich habe ich aber keine Lust, zwei Bibliotheken mit zwei unterschiedlichen Anwendungen mit den damit einhergehenden Redundanzen und zusätzlichen Kosten von knapp 10€ pro Monat zu pflegen.

iTunes bleibt also erst mal der Platzhirsch. Es funktioniert auf meinen Geräten am einfachsten und flexibelsten. Für den zweiten Anwendungsfall, das Entdecken von Musik, kann ich mich aber durchaus begeistern: mit der Desktop-App von Spotify macht das Stöbern im riesigen Musikangebot richtig Spaß. Über die Radio-Funktion bekommt man ausgehend von Genres oder Interpreten neue Musik vorgeschlagen. Nach und nach kann ich also meine iTunes-Bibliothek mit den so entdeckten Titeln aufstocken und bekomme darüber hinaus den Mainstream-Dudelfunk oben drauf. Für die Benutzung der Desktop-App reicht mir zudem der kostenlose Account.

Spotify funktioniert nur in Verbindung mit Facebook. Trotz des dieser Tatsache geschuldeten Gejammers: gerade das hat mit gut gefallen. Keine Registrierung, mal eben einen Song weiterempfehlen oder nachsehen, was der Freundes- und Bekanntenkreis so hört, das hat was. Mal sehen, wie lange Spotify das kostenlose Angebot in dieser Form aufrecht erhält.

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22Jan/121

iTunes Match: Metadaten vom iTunes Store übernehmen

matchTag

iTunes Match ist prima - wenn der Titelabgleich mal funktioniert hat. Ein Problem bleibt aber: wie kann man Songs, die iTunes erfolgreich erkannt hat mit sauberen Metadaten versehen? Eigentlich sollte das ja kein Problem sein: iTunes ermittelt einen digitalen Fingerabdruck der Datei und weist dieser bei Erfolg eine eindeutige ID aus dem iTunes Store zu. Wenn der Titel also irgendwo im iTunes Store verfügbar ist, sollte man doch auch die Metadaten übernehmen können.

Leider ist das nicht ganz so einfach. Manuelles Experimentieren führte bei mir oft zum Erfolg, aber leider nicht immer. Manchmal gibt es den Song eben nicht im deutschen iTunes Store, sondern z.B. im amerikanischen.

Die Lösung ist matchTag. matchTag ermittelt die iTunes ID der in iTunes selektierten Songs, überprüft ob und in welchem iTunes Store die Metadaten vorliegen und übernimmt sie auf Wunsch mit Album Artworks. Mehr will man nicht.matchTag

Wenn man etwas mit dem Tool spielt erkennt man, warum Apple die Metadaten in der iTunes Library nicht automatisch angleicht. Der Algorithmus von Apple erkennt zwar viele Titel, ist aber nicht perfekt. Es kommt vor, dass Alben auseinandergerissen werden, weil z.B. ein Song auf irgendeinem Sampler erkannt wurde.matchTag Protokoll

Trotz allem ist das Tool ein Segen. Was eben fehlt ist die Möglichkeit, in iTunes einem gematchten Song manuell eine Apple ID aus dem Store zuzuordnen - das sollte Apple noch irgendwie lösen.

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