Die Mutter aller Finale

20 Mai
20. Mai 2013

Drei Finalteilnahmen in den letzten vier Jahren, darunter ein “Drama dahoam” – diesmal sind wir einfach dran. Punkt. Ohne wenn und aber, alles andere würde diese Rekordsaison konterkarieren. Mit 25 Punkten Vorsprung und lediglich 18 Gegentoren Meister. In der Champions League überzeugend das Finale erreicht, dabei 7 Tore gegen Barcelona geschossen. Aufschlussreich auch der letzte Ligaspieltag: die Bayern drehen durch Spielfreude auswärts einen 1:3-Rückstand, der BvB zeigt dagegen zuhause Nerven.

Natürlich kann in einem Spiel alles passieren. Ein Elfmeter, eine rote Karte, eine falsche Schiedsrichterentscheidung. Ich konnte mit der 2:5-Klatsche im Pokalfinale letztes Jahr leben, weil Dortmund in diesem Spiel einfach klar besser war. Das ist Sport. Aber die Finalniederlage im eigenen Stadion gegen Chelsea war grausam, schlimmer als Camp Nou ’99. Ich wünsche mir, dass das bessere Team gewinnt. Das sind wir.

Noch fünf Tage bis zum Champions League Finale in London, noch fünf Tage um eine tolle Saison zu krönen. Wir sind dran. Pack ma’s!

In eigener Sache

13 Mai
13. Mai 2013

Nachdem heute einige Verlage, darunter Spiegel Online, Golem und die Süddeutsche mehr oder weniger larmoyant um die Deaktivierung der Adblocker bitten entwickelt sich im Netz eine Diskussion darüber, ob Adblocker fair oder unfair sind.

Spiegel Online Nag Screen

Spiegel Online Nag Screen

Jeder mag seine eigene Toleranzschwelle in puncto Werbung haben, meine tendiert gegen Null. Ich werde darum weiterhin Adblocker nutzen bzw. wie bei n-tv.de ganz auf das Angebot verzichten.

Meine Gründe:

  • Werbung ist in erster Linie übergriffig und zwingt mich, Inhalte zu verarbeiten um deren Übermittlung ich nicht gebeten habe. Ich akzeptiere keine zappelnde, blinkende oder den Lesefluss unterbrechende Werbung.
  • Werbung ist ein Sicherheitsrisiko. Über gehackte Adserver kann Malware ausgeliefert werden.
  • Werbung verlängert die Ladezeiten der Website zum Teil erheblich.
  • Ad Tracker werten Informationen über mein Surfverhalten aus.

Mir ist klar, dass Werbung für Verlage und Blogger oft die einzige Einnahmequelle ist. Ich verlange aber von niemandem, seine Arbeit gratis zur Verfügung zu stellen. Wer es trotzdem tut sollte sich nicht beschweren, wenn dieses Angebot auch angenommen wird. Auch die Wahl des Geschäftsmodells obliegt jedem einzelnen. Ein Adblocker filtert lediglich Inhalte aus, er nimmt kein Geld weg. Wer sich als Kundschaft nicht die Leser, sondern die Anzeigenkunden aussucht, sollte dann auch nicht jammern wenn die Leser die Anzeigenkröte nicht schlucken wollen, sondern ihnen alternative Angebote unterbreiten. Als da wären: Spenden via PayPal oder Flattr, die per Cookie die Werbung deaktivieren oder Abo-Modelle. Auch gegen gesponserte Texte hätte ich nichts einzuwenden.

Natürlich ist es ohne weiteres möglich, Surfer mit eingeschaltetem Adblocker auszusperren. Tut das, liebe Verlage, es ist euer Recht. Ich kann ohne Groll auf euer Angebot verzichten. Nachrichten sind kein knappes Gut im Netz und den Impressions-optimierten Klickstrecken weine ich keine Träne nach.

Update 14.5.2013: Die AdBlocker Filter wurden bereits dahingehend aktualisiert, dass die aufdringlichen Bettelmeldungen ausgeblendet werden. In den AdBlocker Settings sollte man die Filterliste ggf. manuell aktualisieren.

Spiegel Online Nag Screen

AdBlocker Einstellungen

Thin Apps erstellen

09 Mai
9. Mai 2013

Portable Apps sind prima: sie benötigen keine Installation und lassen sich vom USB-Stick starten. Wer in Umgebungen arbeiten muss, in denen man als Anwender nichts installieren darf freut sich über Chrome als Browser oder Skype zum Chatten.

Leider gibt es nicht jede Anwendung als Portable App. Ich brauche Projekt-übergreifend öfter Tools wie z.B. Entwicklungswerkzeuge und möchte diese auf unterschiedlichen Systemen nutzen. Eine Lösung hierfür sind virtualisierte Anwendungen, sogenannte “Thin Apps”. Eine kostenloses Tool um diese Anwendungen zu erstellen ist Cameyo.

Kurz erklärt erstellt Cameyo ein Snapshot des Systems vor und nach der Installation und erstellt daraus eine ausführbare EXE-Datei. Diese kann man dann auf den USB-Stick oder in die Dropbox packen. Eine Liste fertiger Cameyo-Pakete gibt’s hier.