Mario Gomez eröffnet den Transferreigen beim FC Bayern
Nun gut, überraschend kam der Wechsel von Mario Gomez an die Isar nach dem Ergebnis vom vergangenen Samstag nicht mehr: der VfB muss in die Champions League-Qualifikation und kann erst zu Beginn der neuen Saison planen – schlechte Karten also, um Deutschlands besten Stürmer zum bleiben bewegen zu können.
Inwieweit die Investition von 30 Mio. Euro in einen Stürmer Sinn macht, müssen sich die Verantwortlichen beim FC Bayern gut überlegt haben. Ich könnte mir vorstellen, dass man mit der Flucht Luca Tonis nach Italien rechnet und diesen Transfer eingeplant hat, zumal Mario Gomez ein Stürmer mit ähnlicher Spielanlage ist und gesetzt sein dürfte.
Auch ein Wechsel Franck Riberys ist noch nicht gänzlich von Tisch: Olic könnte als hängende Spitze agieren, Schweinsteiger wäre auf der linken Seite ebenfalls eine Option. Rechts liebäugelt Louis van Gaal mit seinem Landsmann Wesley Sneijder. So sehr sich der Franzose in die Herzen der Fans gespielt hat, so stark ist auch die Abhängigkeit der Bayern von seiner Genialität – eine starke rechte Seite tut Not.
In Bayerns Hintermannschaft dürften die Tage von Christian Lell wohl gezählt sein: KSC-Rückkehrer Andreas Görlitz steht als Neuzugang bereits fest, Darijo Srna vom UEFA-Cup Sieger Donezk steht auf der Wunschliste, ebenso wie Schalkes Manuel Neuer. Ob letzterer den Fans zu vermitteln ist, bleibt allerdings abzuwarten: mag man ihm seine Anspielung auf den euphorisierten Oliver Kahn nach dem Gewinn der Meisterschaft 2001 noch als Jugendsünde verzeihen, so ist die Person Neuer doch sehr stark mit Schalke verbunden. Publikumslieblinge haben aber im Bayern-Tor Tradition, daher sollte sich die Bayern-Führung gut überlegen, ob man Michael Rensing nicht etwas mehr Zeit geben sollte.
Der FC Bayern hat mit dem Transfer von Mario Gomez wieder ein Ausrufezeichen gesetzt, die Sommerpause verspricht unterhaltsam zu werden. Ich jedenfalls freue mich auf weitere Transfers und eine erfolgreiche Saison 2009/10.
