Archiv für Monat:Juni, 2011

Tag am Meer

19 Jun
19. Juni 2011

Ein Tag beginnt für viele von uns gleich und endet doch für manche gravierend anders. Der 18. Juni 2011 begann für mich um 7:30. Nach dem Aufstehen habe ich meine Laufsachen angezogen und bin von unserem Hotel aus am Strand entlang gelaufen. Für einen anderen Urlauber im Nachbarhotel muß der Tag ähnlich begonnen haben, unsere Wege haben sich sogar kurz gekreuzt. Während ich allerdings um ca. 9:00 Uhr zurück ins Hotel gelaufen bin, haben sich eine handvoll Rettungskräfte darum bemüht, den Mann zurück ins Leben zu holen.

Was war passiert?

Nachdem ich den anderen Läufer und seine Frau kurz am Strand gesehen habe, bin ich noch etwa einen Kilometer weiter gelaufen und dann umgekehrt. Auf dem Rückweg Richtung Hotel sah ich ihn dann im Sand liegen, umringt von einigen Urlaubern, die ihm eine Herzmassage gaben. Seine Frau stand in Schockstarre daneben. Eine Frau fragte mich, ob ich ein Handy hätte. Hatte ich nicht. Ich bot an, Hilfe zu holen – die vermutlich längsten Minuten meines Lebens begannen. Ich lief quer über den Strand, über eine Straße, vorbei an einem Hotelkomplex dessen Eingang allerdings auf der mir abgewandten Seite gewesen sein muß, in einen Supermarkt. 5 Minuten.

In dem Supermarkt arbeite eine Kassiererin, für die es offensichtlich völlig normal zu sein schien, dass morgens Menschen in den Laden stürmen, die “Emergency”, “Telephone” und “Ambulance” rufen. Zumindest schien sie das nicht aus der Ruhe zu bringen. Ich lief in den nächsten Gang und brüllte einen anderen Mitarbeiter an, der mit dem Einräumen der Regale beschäftigt war. Der reagierte aber und wies seine schlafmützige Kollegin an, den Notarzt anzurufen. Nochmal 5 Minuten.

Zurück mit dem Regaleinräumer an den Strand. Polizei und Notarzt waren mittlerweile eingetroffen, der kollabierte Strandläufer erhielt immer noch Herzmassagen. Es müssen 15-20 Minuten vergangen sein, als der Notarzt dem Mann den Defibrilator auf die Brust setzte und seine Assistentin die Adrenalinspritze aufzog.

Ich fand es sinnlos zuzusehen, wie Menschen um das Leben eines anderen kämpfen, ohne selbst etwas tun zu können und bin ins Hotel zurück gelaufen.

Nachdenklich. Und natürlich hat mich das Ereignis auch später im Hotel nicht losgelassen.

Umso mehr hat mich gefreut, dass der Mann es überlebt hat. Er muß eine Armee Schutzengel gehabt haben.

Alle Jahre wieder

09 Jun
9. Juni 2011
Huawei E5830

Mein mobiler Router

Wenn man sich im Urlaub auf eines verlassen kann, dann auf die Tatsache, dass IP Pakete aus südländischen Hotel-WLANs (wenn überhaupt) in etwa in der gleichen Geschwindigkeit tröpfeln wie Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor 50 aus der Flasche vom letzten Jahr.

Da ich diesmal keine Lust auf die Rumrennerei vor Ort hatte, habe ich mir vergangene Woche bei Prepaid.es eine spanische Vodafone-Datenkarte mit 1 GB Transfervolumen bestellt.

Die Abwicklung lief schnell und einfach:

  • Am Mittwoch, den 1.6. abends bei prepaid.es die Bestellung aufgegeben, die Aktivierungsdaten übermittelt und die Karte per Auslandsüberweisung bezahlt.
  • Freitag kam die Bestätigung per Mail, dass der Zahlungseingang erfolgt ist und die Karte verschickt wurde.
  • Am Dienstag, den 7.6. lag die Karte im Briefkasten.

Prima Service, so muß das laufen! ;-)

Vodafone Datenkarte

Vodafone Datenkarte, aktiviert und mit deutscher Anleitung

Stuttgarter Zeitungslauf 2011

02 Jun
2. Juni 2011

Benzstraße, Cannstatter Straße, Königsstraße, Justizviertel, Neckartalstraße… das waren auch in diesem Jahr die Stationen, die auf gut 21 Kilometern zu bewältigen waren, bevor es auf die Zielgerade in der Mercedesstraße ging.

Urkunde Stadtlauf 2011

Urkunde Stadtlauf 2011

Mir hat der Stuttgarter Zeitungslauf letztes Jahr großen Spaß gemacht und bin ich bei der Lauferei geblieben. Ging es mir im letzten Jahr noch um eine Zeit unter 2 Stunden, hatte ich mir nach 1 Jahr Training mit 40-50 Laufkilometern pro Woche und diversen Vorbereitungsläufen eine 10 Km-Zeit unter 50 Minuten und eine Zielzeit von 1:45 bis 1:48 vorgenommen – etwas Ehrgeiz darf sein.

Am vergangenen Sonntag hieß es aber zunächst mal warten: das Ordnungsamt hatte die Strecke noch nicht freigegeben und darum ging es mit 30-minütiger Verspätung auf die Strecke. Da der Start in der Sonne liegt, kam man da schon recht ordentlich ins Schwitzen. Normalerweise macht mir Wärme nichts aus, für das Abrufen persönlicher Höchstleistungen ist sie aber nicht unbedingt förderlich. Kopfbedeckungen sollen bei Sonneneinstrahlung ja die Wunderwaffe gegen Sonnenstich sein… schön also, wenn man eine hat, noch besser, wenn man sie auch anzieht. ;-)

Erik beim Stuttgarter Zeitungslauf 2011

Endspurt

Die ersten 10 Km habe ich dann auch in 49:03 absolviert, danach mußte ich das Tempo deutlich reduzieren. Mit einer Zielzeit von 1:48:48 kann ich am Ende doch recht gut leben. Hier der ganze Lauf in der Übersicht.

Bleibt als Fazit: der Stadtlauf vor der Haustür macht mir großen Spaß und ich freue mich auf den Zeitungslauf 2012, der nach den Umbauarbeiten wieder in der Mercedes-Benz-Arena enden soll. Das nächste Ziel liegt aber schon in Reichweite: am 9.10. der Halbmarathon in München.