Behandlungs-GAU bei Zahnärztin Dr. von Heydebrand

30 Dez
30. Dezember 2011

Man geht mit einem Kind nicht freiwillig zum Zahnarztnotdienst. Wenn man muss, gibt es meistens einen triftigen Grund, nämlich Schmerzen. Wer in Prien am Chiemsee den zahnärztlichen Notdienst aufsuchen muss, sollte nach Möglichkeit aber nicht auch noch das Pech haben, an eine Ärztin wie Frau Dr. von Heydebrand zu geraten.

Meine Tochter (8 Jahre alt) war am 30.12.2011 in der Zahnarztpraxis von Dr. von Heydebrand in “Behandlung”. Sie hatte wegen eines kariösen Zahns so starke Schmerzen, dass ich ihr nachts Schmerzmittel geben musste. Eigentlich war sie nach einer Schmerz durchlittenen Nacht schon genug gestraft.

“Höchste Qualität, verbunden mit moderner Zahnheilkunde ist unser Standard” steht auf der Website von Frau Dr. von Heydebrand. In der Praxis sieht dieser qualitativ hohe Standard so aus, dass ohne beruhigende Worte, gänzlich empathielos und ohne Betäubung (!!) erst mal drauflos gebohrt wird. Es gibt Menschen, die nach einem Zahnarzttrauma dieser Art jahrelang keine Zahnarztpraxis mehr betreten.

Meine Tochter ist sicher nicht wehleidig, pflegt ihre Zähne und hatte bisher auch noch nie Angst vor einem Arzt oder einer Behandlung. Wer aber ein Kind, das vor Schmerzen Tränen in den Augen hat, mehrmals fragt “ob es denn richtig oder nur ein bißchen weh tut”, sollte seine Behandlungsmethode hinterfragen. Nach dem Motto “das Beste am Schluß” gab es die Betäubungsspritze dann hinterher.

Das schnippische “lassen Sie ihre Tochter doch selber reden” passte genau ins Bild. Warum sollte jemand, der als Arzt jegliches Einfühlungsvermögen gegenüber einem Kind vermissen lässt, ausgerechnet freundlich zur Mutter sein? Dass dieser Behandlungs-GAU daran lag, dass Frau Dr. von Heydebrand Bereitschaftsdienst hatte oder weil sie mit Kindern generell nicht umgehen kann, wird ihr Geheimnis bleiben.

5 Antworten
  1. ichhe says:

    Ist ja echt unglaublich. Ich dachte, solche Zahnärzte wären ausgestorben.
    Und Du hast völlig recht: so werden Phobien geboren.

  2. Birgit Schmidt says:

    Schockierend finde ich das. Nur gut, dass ich bis jetzt noch keinen solchen Chef hatte, hätte ich nicht lange mitgemacht! Ich verstehe nicht, wo das Problem war, VOR der Behandlung zu betäuben, mal abgesehen vom Umgangston…naja, hoffentlich ist die schon so alt, dass das Rentenleben in Sicht ist!

  3. Nicole says:

    Schon mal was von Vorbeugung (Prophylaxe) gehört??? Zahnschmerzen müssen nicht sein. Die Eltern haben in punkto Mundhygiene völlig versagt. Der Zahnarzt kann es dann ausbaden. Eine Zahnfee mit Erfahrung

  4. Erik says:

    Da gebe ich dir sogar Recht… natürlich müssen Zahnschmerzen nicht sein und natürlich ist es meistens ein Problem mit der Mundhygiene. Nehmen wir also mal an, dass wir die schlimmsten Rabeneltern sind, die man sich nur vorstellen kann (was wir nicht sind) denen es egal ist, ob sich das Kind ordentlich die Zähne putzt (was sie tut), so ist das immer noch kein Grund, das Kind bei der Behandlung derart leiden zu lassen.

Antwort hinterlassen

Möchtest du an der Diskussion teilnehmen?
Du bist herzlich eingeladen!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>