Archiv für Monat:Januar, 2012

iTunes Match: Metadaten vom iTunes Store übernehmen

22 Jan
22. Januar 2012

iTunes Match ist prima – wenn der Titelabgleich mal funktioniert hat. Ein Problem bleibt aber: wie kann man Songs, die iTunes erfolgreich erkannt hat mit sauberen Metadaten versehen? Eigentlich sollte das ja kein Problem sein: iTunes ermittelt einen digitalen Fingerabdruck der Datei und weist dieser bei Erfolg eine eindeutige ID aus dem iTunes Store zu. Wenn der Titel also irgendwo im iTunes Store verfügbar ist, sollte man doch auch die Metadaten übernehmen können.

Leider ist das nicht ganz so einfach. Manuelles Experimentieren führte bei mir oft zum Erfolg, aber leider nicht immer. Manchmal gibt es den Song eben nicht im deutschen iTunes Store, sondern z.B. im amerikanischen.

Die Lösung ist matchTag. matchTag ermittelt die iTunes ID der in iTunes selektierten Songs, überprüft ob und in welchem iTunes Store die Metadaten vorliegen und übernimmt sie auf Wunsch mit Album Artworks. Mehr will man nicht.matchTag

Wenn man etwas mit dem Tool spielt erkennt man, warum Apple die Metadaten in der iTunes Library nicht automatisch angleicht. Der Algorithmus von Apple erkennt zwar viele Titel, ist aber nicht perfekt. Es kommt vor, dass Alben auseinandergerissen werden, weil z.B. ein Song auf irgendeinem Sampler erkannt wurde.matchTag Protokoll

Trotz allem ist das Tool ein Segen. Was eben fehlt ist die Möglichkeit, in iTunes einem gematchten Song manuell eine Apple ID aus dem Store zuzuordnen – das sollte Apple noch irgendwie lösen.

Warum SOPA auch für uns wichtig ist

19 Jan
19. Januar 2012

Ich verlinke hier mal einen SPON Artikel, der auch Nicht-Onlinern erklärt, warum Meinungsfreiheit im Netz wichtig ist:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,809842,00.html

Es geht bei der Diskussion um SOPA nicht darum, Urheberrechtsverletzungen zu schützen. Es geht darum, das Internet als Instrument der freien Meinungsäußerung zu erhalten. SOPA hilft nur der Contentindustrie. Man hätte gerne die alte, übersichtliche, analoge Welt zurück und setzt das jahrelang angehäufte Geld ein, um diesen Status Quo gesetzlich festzuzementieren.

Das eigentliche Problem ist aber das völlig verkrustete Urheberrecht. Rechteinhaber sind die Bremser in einer modernen Gesellschaft, die mehr und mehr auf freien Informationszugang angewiesen ist.

Casting-Einerlei

07 Jan
7. Januar 2012

Eigentlich wäre die Casting Show “Voice of Germany” die Chance gewesen, mal vom üblichen Schema F abzurücken. Ja, es wird mehr auf das Können geachtet und weniger gepoltert, es gibt kein “durch den Dreck ziehen” der Kandidaten wie bei RTL.

Am Ende ist aber doch alles wie gehabt: der Gewinner bekommt einen Plattenvertrag und wird aller Voraussicht nach früher oder später wieder in der Versenkung verschwinden, sobald die mediale Aufmerksamkeit nachlässt. Dabei hätte Pro Sieben/Sat.1 durchaus andere Optionen gehabt als der Musikindustrie, hier Universal Music, ein Talent zur Vermarktung zu überreichen. Wäre Talentförderung nicht eigentlich deren Job?

Wie wäre es mit professionellen Websites für alle Kandidaten, die es in die Live Shows geschafft haben? Oder mit YouTube Kanälen, bzw. der Einbindung sozialer Netze wie SoundCloud, Twitter oder Facebook in die Show? Warum schafft man für die Kandidaten nicht mal die Voraussetzungen, damit sie ihre Musik auch nach der Show selbst über iTunes & Co erfolgreich vermarkten können? Natürlich könnte man Verträge so gestalten, dass die Sender als Sponsoren auftauchen und so zur eigenen Imagepflege beitragen. Auf diese Weise wäre nicht nur den Kandidaten mehr geholfen – es wäre auch der erste, längst fällige Schritt, um das Auslaufmodell Musikindustrie nachhaltig auf’s Abstellgleis zu befördern.