Casting-Einerlei

07 Jan
7. Januar 2012

Eigentlich wäre die Casting Show “Voice of Germany” die Chance gewesen, mal vom üblichen Schema F abzurücken. Ja, es wird mehr auf das Können geachtet und weniger gepoltert, es gibt kein “durch den Dreck ziehen” der Kandidaten wie bei RTL.

Am Ende ist aber doch alles wie gehabt: der Gewinner bekommt einen Plattenvertrag und wird aller Voraussicht nach früher oder später wieder in der Versenkung verschwinden, sobald die mediale Aufmerksamkeit nachlässt. Dabei hätte Pro Sieben/Sat.1 durchaus andere Optionen gehabt als der Musikindustrie, hier Universal Music, ein Talent zur Vermarktung zu überreichen. Wäre Talentförderung nicht eigentlich deren Job?

Wie wäre es mit professionellen Websites für alle Kandidaten, die es in die Live Shows geschafft haben? Oder mit YouTube Kanälen, bzw. der Einbindung sozialer Netze wie SoundCloud, Twitter oder Facebook in die Show? Warum schafft man für die Kandidaten nicht mal die Voraussetzungen, damit sie ihre Musik auch nach der Show selbst über iTunes & Co erfolgreich vermarkten können? Natürlich könnte man Verträge so gestalten, dass die Sender als Sponsoren auftauchen und so zur eigenen Imagepflege beitragen. Auf diese Weise wäre nicht nur den Kandidaten mehr geholfen – es wäre auch der erste, längst fällige Schritt, um das Auslaufmodell Musikindustrie nachhaltig auf’s Abstellgleis zu befördern.

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