Mein erster Androide

06 Mrz
6. März 2014

Nein, kein Systemwechsel… Not macht bekanntlich erfinderisch: mein wöchentliches Saunaritual wird zukünftig ohne mein iPhone stattfinden (müssen). Mobiltelefone mit Kamera sind in Saunabereichen nicht gerne gesehen, um nicht zu sagen verboten. In meiner Sauna ist es schon vorgekommen, dass bei Beschwerden von Gästen die Polizei gerufen und das Gerät konfisziert wurde, um es auf Fotos zu untersuchen. Darum muss nun eine Lösung her, die im Wellnessbereich keinen Ärger macht und trotzdem vernetzt ist. Weitere Anwendungsbereiche könnte ich mir in Unternehmen mit paranoidem Werkschutz vorstellen.

Smartphones oder Tablets ohne Kamera zu finden ist praktisch ein Ding der Unmöglichkeit. Meine Wahl fiel daher nach langer Suche auf ein 2012er Kindle Fire HD 7″. Die Dinger sind spottbillig, da Amazon die Hardware in Erwartung künftiger AppStore-Umsätze kräftig subventioniert. Noch günstiger wird’s, wenn man ein generalüberholtes Gerät nimmt – hier ist man mit 99€ dabei. Dafür bekommt man ein Einstiegs-Tablet mit Amazons Vorstellung einer Benutzeroberfläche: ein verkrüppeltes Android mit “Spezialangeboten”, die man gegen Zahlung von zusätzlichen 15€ los wird.

Kindle Fire

Der Kindle im Ursprungszustand…


Das kann man machen, muss man aber nicht. Mit etwas Frickelei (aka “rooten” und Installation von Custom-ROMs) befreit man den Kindle von seiner klebrigen Benutzeroberfläche und erhält nach ca. 30-40 Minuten ein Android-Tablet mit CyanogenMod 10.1 auf Basis Jelly Bean (Android 4.2.2). Bequemer geht’s mit N2AOS.
Kindle Android

…und mit Android


Mein erster Eindruck: verglichen mit einem iPad der aktuellen Generation fühlt sich der Kindle klobig und schwer an, das war allerdings nicht anders zu erwarten. CyanogenMod läuft ohne Probleme, wenn auch nicht schnell. Bücher lesen, Musik hören mit Spotify, Twitter und Facebook geht aber gut.

Wer die günstige Amazon-Hardware zum Android-Tablet umbauen möchte, sollte aber einen Bogen um die 2013er Geräten machen: das Rooten geht zwar, es gibt aber noch keine Custom-ROMs.

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