Casting-Einerlei
Eigentlich wäre die Casting Show "Voice of Germany" die Chance gewesen, mal vom üblichen Schema F abzurücken. Ja, es wird mehr auf das Können geachtet und weniger gepoltert, es gibt kein "durch den Dreck ziehen" der Kandidaten wie bei RTL.
Am Ende ist aber doch alles wie gehabt: der Gewinner bekommt einen Plattenvertrag und wird aller Voraussicht nach früher oder später wieder in der Versenkung verschwinden, sobald die mediale Aufmerksamkeit nachlässt. Dabei hätte Pro Sieben/Sat.1 durchaus andere Optionen gehabt als der Musikindustrie, hier Universal Music, ein Talent zur Vermarktung zu überreichen. Wäre Talentförderung nicht eigentlich deren Job?
Wie wäre es mit professionellen Websites für alle Kandidaten, die es in die Live Shows geschafft haben? Oder mit YouTube Kanälen, bzw. der Einbindung sozialer Netze wie SoundCloud, Twitter oder Facebook in die Show? Warum schafft man für die Kandidaten nicht mal die Voraussetzungen, damit sie ihre Musik auch nach der Show selbst über iTunes & Co erfolgreich vermarkten können? Natürlich könnte man Verträge so gestalten, dass die Sender als Sponsoren auftauchen und so zur eigenen Imagepflege beitragen. Auf diese Weise wäre nicht nur den Kandidaten mehr geholfen - es wäre auch der erste, längst fällige Schritt, um das Auslaufmodell Musikindustrie nachhaltig auf's Abstellgleis zu befördern.
Kleines iTunes Match How To
Ich habe mich am Freitag gleich mal auf iTunes Match gestürzt. Nach dem Abgleich mit der iCloud, der bei mir mehrere Stunden gedauert hat, sieht man erst mal - nichts. iTunes ersetzt also erst mal keine Dateien, Metadaten, etc. Was ist also passiert?
iTunes lädt alle Dateien in die Wolke und versucht dabei alle Songs, die im iTunes Music Store verfügbar sind, zu erkennen. Gelingt das, kann in Zukunft der Titel aus dem iTMS abgespielt werden, ansonsten existiert jetzt eine Kopie der ursprünglichen MP3-Datei in der Cloud. Auf dem MacBook, auf dem ich bisher iTunes nicht verwendet habe, sieht das folgendermaßen aus: da lokal noch keine Titel verfügbar sind erscheint jetzt ein Icon das anzeigt, dass der Titel geladen werden kann. Drückt man "Play" wird der Titel gestreamt und im Hintergrund geladen.
Alles ok... aber wie ersetzt man die alten gerippten MP3s durch die qualitativ hochwertigen 256 Bit AACs aus dem iTMS? Ganz einfach: man löscht sie und lädt sie erneut.
Zunächst erstellt man sich eine intelligente Playlist, die übersichtlich auflistet, was ersetzt werden kann. Der iTunes-Algorithmus ist gut, aber er ist nicht unfehlbar. Bei mir kam es des öfteren vor, dass Titel aus einem Album nur zum Teil erkannt wurden. Wen das stört, sollte beim Löschen und Ersetzen also selektiv vorgehen.
Schritt für Schritt:
In so einer Playlist sind Einzeltitel oder komplette Alben gut ersichtlich. Man kann diese Dateien jetzt selektieren und mit gedrückter Alt-Taste löschen. Hier fragt iTunes nach, ob der Titel auch aus der Cloud gelöscht werden soll, was wir nicht wollen
Jetzt landen alle gelöschten Titel aus der lokalen Mediathek im Papierkorb und können bei Bedarf wiederhergestellt werden, alles also ohne Risiken und Nebenwirkungen.
Nach dem Löschen erscheint nun das Symbol, dass der Titel aus der Cloud geladen werden kann - et voilà, hier kommen die AACs


