Meine Agenda 2010
Ich liebe meine Kinder, aber wenn sie mir auf den Bauch patschen um mich auf dessen Umfang hinzuweisen, hört der Spaß auf. Soviel Kindermund muß definitiv nicht sein - auch wenn ich im vergangenen Jahr zwei, nämlich die 90-Kilo- und die 100-cm-Taillenumfang-Schallmauer, durchbrochen habe.
Wenn ich mich nicht in allzu ferner Zukunft mit Stöcken durch den Wald bewegen und mich als "Nordic Walker" zum Gespött der Leute machen möchte, muss sich etwas ändern. Jetzt. Ich möchte mir meine New York-Marathon Bilder wieder ohne schlechtes Gewissen anschauen können. Mein damaliges Laufgewicht ist utopisch, aber mein Wohlfühl-Gewicht von 82 Kilo bei 36" Bauchumfang hätte ich gerne wieder.
Der Plan
Das praktische an einem privaten Blog ist, dass man seine Vorsätze dort posten und sich so eine zusätzliche Motivation verschaffen kann. Ich möchte bewußt keine Diät, sondern eine Umstellung meiner Eßgewohnheiten herbeiführen. Das bedeutet: weniger Süßigkeiten und fetthaltiges Essen, mehr Obst. Jede Woche 1 Kilo verlieren ist ein realistisches Ziel und mit etwas Sport durchaus machbar.
Und wenn's für den Marathon schon nicht reicht, möchte ich 2010 wenigstens zwei Halbmarathons laufen: einen im Frühjahr und einen im Herbst. Unter 2 Stunden.
Los geht's. Für's Protokoll: Bauchumfang am 4.1.2010 101 cm, Gewicht 92,2 kg.
Weihnachten 2009
Ich bin nicht religiös und darum bedeutet mir Weihnachten, zumindest im christlichen Sinne, nichts. Ich habe immer sehr schöne Weihnachtsfeste im Kreis meiner Familie verbracht - ohne Streit, ohne Hektik und ohne Stress. Daher ist Weihnachten für mich in erster Linie ein Familienfest und ich denke an den Feiertagen gerne an diejenigen, die mir am Herzen liegen. Heute sind das vor allem meine Familie und meine Freunde.
Der gängigen Meinung nach sind die gängigen Vertreter des Web 2.0 wie Twitter oder Facebook oberflächlich und tragen zur Vereinsamung bei. Für mich hat das nicht zugetroffen. Durch das Internet kann ich mit Menschen in Kontakt bleiben, die nicht in meiner Nähe sind. Ich kann Menschen kennenlernen, die meine Interessen teilen. Und ich habe durch diese Medien Kontakte geknüpft, die ganz und gar nicht oberflächlich sind. Diese Menschen haben meinen Horizont erweitert, mich zum Nachdenken oder zum Lachen gebracht.
Da war das spontane Päckchen von Haike mit dem Bayern-Trikot drin. Da war der Kontakt zu Yvonne, die mittlerweile eine liebe Freundin geworden ist oder Lilian, die mir sympathisch war und am Ende den Auftrag bekam, meine Website zu texten. Und es gab die pl0gbar-Abende, an denen man sich getroffen, gequatscht und viel Spaß gehabt hat. Ich freue mich, dass ihr um mich rum seid, egal ob online oder offline!
"Freunde sind Menschen, die dich mögen, obwohl sie dich kennen" heißt es. In diesem Sinne wünsche ich euch schöne Feiertage!
So habe ich den 9.11.1989 erlebt
Am 9.11.1989 war ich auf einem Seminar in Rotenburg an der Fulda - relativ nah an der damaligen Zonengrenze bei Herleshausen. Üblicherweise eine Gegend, in der man nicht tot über dem Zaun hängen möchte, aber in diesen Tagen war man ganz nah dran an der Geschichte.
Es war ein Donnerstag und ich habe die Ereignisse rund um den Fall der Mauer auf meinem Hotelzimmer im Fernsehen verfolgt. Im September war ich noch in Berlin auf der Funkausstellung - die Erinnerung an die Mauer und die Grenzanlagen war also noch relativ frisch. Dann die Grenzöffnung, der Jubel der Bevölkerung, Verbrüderungsszenen überall... die Bilder waren bewegend.
Noch bewegender war, was sich am darauffolgenden Freitag, dem Tag an dem ich wieder nach Hause nach München gefahren bin abspielte: Scharen von Trabbis kamen über die Grenze auf die A4 und fuhren, soweit sie der Zweitakter trug. Man hat sich zugewunken und sich an den Raststätten unterhalten.
Irgendwie ist es schade, wie sehr diese Tage, diese kleinen menschlichen Gesten mittlerweile in Vergessenheit geraten sind.
Stadionbesuch VfB Stuttgart – Bayern München
- Die Soccer-Lounge im Hilton Garden Inn neben der Mercedes-Benz Arena
- Das Fußball-Menü. Vor und nach dem Spiel gibt es ein Buffet und kostenlose Getränke.
- Die Cannstatter Kurve
- Die Baustelle der Untertürkheimer Kurve
- Die Haupttribüne vor dem Anpfiff
Stadionbesuch VfB - Bayern München
Es hat sich zu einer guten, wenn auch nicht billigen Tradition entwickelt, dass mein langjähriger Freund Markus seine Kontakte zum VfB ausnutzt und Karten für den Südgipfel gegen Bayern organisiert. Es hat auch dieses Jahr funktioniert: bei herrlichem Herbstwetter traf ich mich zunächst mit Markus und Steve in der Soccer Lounge des Hilton Garden Inn neben dem Stadion und später dann noch mit den VfB-Fans Kasi, Yvonne und ihrer Tochter Sabrina.
Bei einer schnellen Stadionbrause vor dem Spiel wurde nochmal die Wichtigkeit des Spiels sowie dessen wahrscheinlicher Ausgang diskutiert, ehe es dann endlich ins Stadion ging. Irgendwie zeigten sich die VfB-Fans seltsam nervös... was evtl. mit den Ergebnissen des VfB in den vergangenen Spielen zusammenhing.
Das Spiel ging leider nur 0:0 aus - es war ein über weite Strecken zerfahrenes Spiel beider Mannschaften. Der VfB begann zunächst druckvoll, ließ sich aber im Verlauf der ersten Halbzeit mehr und mehr von den Bayern in die eigene Hälfte zurückdrängen. Die Bayern dagegen konnten ihre Überlegenheit auf dem Platz nicht in Torchancen umsetzen. Schwer hatte es vor allem Mario Gomez, der bei jedem Ballkontakt vom Stuttgarter Publikum ausgepfiffen wurde - mir unverständlich, wenn man bedenkt wem es der VfB in erster Linie zu verdanken hat, dass man sich heute über die Einnahmen aus der Champions League freuen kann. Auch in der zweiten Hälfte verlief das Spiel ohne echte Höhepunkte, ein Tor von Luca Toni in der 86. Minute wurde wegen Abseits nicht gegeben.
Nach dem Schlußpfiff ging's dann nochmal zur Aufarbeitung des Spiels in die Soccer-Lounge. Ich würde ja zugern mal wieder einen Bayern-Sieg in meiner Wahlheimat erleben - der letzte datiert ja vom 21.5.2005.









