Aus WhatsApp wird Facebook

20 Feb
20. Februar 2014

19 Milliarden US$ für eine 50-Mann-Bude – das war sicher ein Drecksaufest erster Güte heute Nacht. :) Aber Spaß beiseite, Zuckerberg die Nachrichten von 500 Millionen WhatsApp-Usern anzuvertrauen ist in etwa so beruhigend wie einen Pyromanen mit einer Ölfackel spielen zu lassen.

Fakt: eher tritt ein Weltuntergang, den irgendein Maja-Kalender voraus sagt ein bevor sich dieser Deal nur mit den jährlichen Abo-Gebühren von WhatsApp rechnet. Zuckerberg wird also früher oder später die Daten, die auf seinen Servern landen zu Geld machen – Stichwort: Profiling.

Und bevor ich wieder die ersten höre, die sagen “ich hab doch nichts zu verbergen, der Kram den ich poste ist doch sowieso nicht wichtig” – doch, ist er. Sonst würde Zuckerberg keine 19 Milliarden US$ dafür ausgeben. Der Punkt ist: ebenso wie der Quatsch auf Facebook werden durch das Datenprofiling nun auch eure Nachrichten quasi öffentlich. Nein, nicht für Krethi und Plethi, aber für die Industrie. Und die interessiert sich sehr wohl dafür, was ihr esst und trinkt, wohin ihr ausgeht, an welchen Krankheiten ihr gerade leidet, usw. So funktioniert das Geschäft mit den Daten.

Also, was tun? Ganz einfach: Threema holen.

Threema ist ein Messenger mit einer sogenannten “Ende-zu-Ende-Verschlüsselung”. Was bedeutet das? Vor dem Abschicken wird eure Nachricht verschlüsselt, verschlüsselt übertragen und auch verschlüsselt auf den Threema-Servern zwischengespeichet. Niemand außer der Empfänger kann also die Nachricht lesen, nicht mal der Betreiber. Threema hat die gleichen Funktionen wie WhatsApp, es lassen sich Bilder und Standortdaten übertragen und auch der Gruppenchat funktioniert.

Verifizierungscode

Threema Verifizierungscode

Meine Threema-ID ist WRS83KKM. Wer möchte, kann meinen Schlüssel mit dem o.a. QR-Code verifizieren. Der ist öffentlich und ob ihr ihm vertraut, liegt bei euch. ;-)

Ads auf dem iPhone und iPad blocken

04 Feb
4. Februar 2014

Werbung ist eine Plage. Werbung zwingt uns Informationen zu konsumieren, um deren Übermittlung wir nicht gebeten haben. Kurz: Werbung ist übergriffig. Darum blocke, filtere und lösche ich diesen Müll so gut ich kann. Je mehr sich der Internetkonsum jedoch auf das iPad oder iPhone verlagert, desto schlechter funktioniert das.

Warum? iOS hat ein schlimmes Manko: es erlaubt nicht, den Default-Browser (Mobile Safari) zu ändern und der filtert keine Ads. Ja, man könnte auf alternative Browser wie z.B. iCab ausweichen – wenn man aber z.B. Links aus Twitter oder Facebook folgt, werden sie im Safari geöffnet. PITA.

Hier hilft Weblock. Die Universal-App für iPhone und iPad ist ein Segen: sie erzeugt ein PAC- (Proxy Auto Configuration) Script, das dynamisch die IP-Adressen der AdServer blockt. Und schon ist Ruhe – systemweit. Der Vorteil: nicht nur der Browser ist jetzt werbefrei, auch die werbefinanzierten Apps, die Banner von den gängigen AdServern einblenden.

Der Haken: die Einstellung muss für jede Wifi-Verbindung vorgenommen werden. Das geht jedoch schnell und ist unproblematisch. Leider erlauben mobile Datenverbindungen keine Proxies, darum funktioniert Weblock nicht mit 3G/LTE-Verbindungen. Es gibt jedoch einen Workaround: wer über ein VPN surft, kann das PAC-Script von Weblock einbinden. Über die Fritzbox ist ein VPN-Zugang in weniger als 5 Minuten eingerichtet.

Let’s get big.

26 Jan
26. Januar 2014

Das iPhone wird größer: der kürzlich neu erschlossene chinesische Markt und das mehr und mehr von 5-Zoll-Geräten geprägte Erscheinungsbild öffentlicher Nahverkehrsmittel lässt dieses Gerücht des gewöhnlich gut informierten Wall Street Journals durchaus glaubwürdig erscheinen.

Ich finde das gar nicht mal so schlecht. Ich telefoniere selten mit dem Gerät und wenn dann nur mit Headset, um ggf. Termine oder Notizen notieren zu können. Und weil’s eben einfach bequemer ist. Der merkwürdige Anblick eines Phablets am Ohr würde meiner Umwelt also erspart bleiben.

Das größere Gerät verstaut sich etwas schlechter in der Hosentasche (der einzige richtige Nachteil IMO), dafür liest und surft man entspannter. Videos machen mehr Spaß, Mails und WhatsApps tippen sich leichter. Ein größerer Bildschirm ließe außerdem mehr Gesten zu und das Gerät hätte mehr Raum für leistungsfähigere Akkus. Alles in allem überwiegen für mich also eher die Vorteile. Dazu kommt, dass ich Apple ein ansprechenderes Design als das der Konkurrenz für die neuen Schattenspender zutraue.

In iOS 8 müsste sich aber das eine oder andere ändern, z.B. könnte der Startbildschirm mehr Funktionalität vertragen, um den größeren Bildschirm besser auszunutzen. Apps könnten z.B. die Möglichkeit bekommen, die Steuerung an den Startbildschirm zu übergeben, so wie Musik-Apps das jetzt schon tun. Auch die Ordnerstruktur bei den Apps könnte übersichtlicher werden.

Ich bin gespannt, was Apple im Herbst liefert. Die WWDC im Juni dürfte erste Aufschlüsse liefern und die Gerüchteküche weiter befeuern.