Atomausstieg selber machen
Es ist bekannt, dass sich der Mensch mit Wahrscheinlichkeiten schwer tut. Wie sonst ist es zu erklären, dass es Millionen Menschen in Deutschland gibt, die Woche für Woche davon träumen einen Sechser im Lotto (Wahrscheinlichkeit 1:14000000) zu tippen und gleichzeitig hoffen, nicht bei einem Autounfall ums Leben zu kommen (Wahrscheinlichkeit 2800 mal höher, nämlich 1:5000).
Die Gesellschaft für Reaktorsicherheit rechnet alle 33000 Jahre mit einem schweren Reaktorunfall. So gesehen hat meine Generation also das unglaubliche Glück, schon drei Atomkatastrophen miterleben zu dürfen: Harrisburg 1979, Tschernobyl 1986 und jetzt Fukushima. Betrachtet man Atomkraftwerke wie San Onofre in Kalifornien, malerisch am Meer im Erdbebengebiet zwischen den Metropolen Los Angeles und San Diego gelegen, liegt eine vierte durchaus im Bereich des Möglichen.
Das "Restrisko" der Energiegewinnung durch Kernenergie ist denn auch so minimal, dass sich keine Versicherungsgesellschaft damit herumärgern möchte. Bei der Petitesse von über 10000 Soforttoten durch Strahlung, mehreren Hunderttausend Langzeittoten und einer verstrahlten und damit unbewohnbaren Fläche in der Größe des Saarlandes aber verständlich, zumal Atomkatastrophen anscheinend die dumme Eigenschaft haben, zu Beginn der 33000 Jahre aufzutreten.
Der Atomunfall in Fukushima geschah vor mehr als 4 Wochen, die darauf folgenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg haben die Grünen mit 24% gewonnen. In meinen Augen müßten alle Wähler der Grünen ihren persönlichen Atomausstieg bereits eingeleitet haben, sonst sind sie unglaubwürdig.
Der Flyer "Atomausstieg selber machen" lag neulich bei mir im Briefkasten. Der Wechsel zu Ökostrom ist einfach und nur unwesentlich teurer, der Flyer (auf die Grafik unten klicken oder hier auf die Website gehen) erklärt einfach wie's geht. Ich werde ihn in jedem Fall vollziehen.
