Erik Schimmel Das musste einfach noch gesagt werden.

25Apr/100

Der Meister der Schmerzen

Die Bundesligasaison 2009/10 ist auf der der Zielgeraden und nie war es so spannend wie in diesem Jahr: Schalke schließt zu Bayern auf...  alles Unsinn. Bayern wird Meister, und hier erfahrt ihr warum. Wer sich die Spannung erhalten will, sollte also jetzt nicht weiter lesen. ;-)

Denkbar sind eigentlich nur 2 Szenarien.

  1. Während der FC Bayern, mit dem Rückenwind vom geschafften Finaleinzug in der Champions League Bochum zuhause mühelos verputzt (sorry liebe Bochumer, aber hier muss die Fan-Freundschaft für einen Tag ruhen), läßt sich Schalke vom heimischen Bierhallenpublikum am 33. Spieltag ins Bremer Messer jagen und verliert. Bayern ist Meister, kurz und schmerzlos.
  2. Wie oben gewinnt Bayern gegen Bochum, Schalke liefert sich aber einen erbitterten Schlagabtausch mit Bremen, der 2:2 endet. Vor dem letzten Spieltag brauchen die Bayern also nur noch ein Unentschieden gegen die bereits abgestiegenen Berliner, um den ersten von drei Titeln einzufahren. Es läuft jedoch zäh im Berliner Olympiastadion. Während Schalke am Bruchweg bereits nach 20 Minuten 2:0 führt, passiert in Berlin das scheinbar unmögliche: in der 83 Minute schießt Gekas das 1:0 und Schalke steht in der Blitztabelle oben. Das zerfahrene Spiel befindet sich bereits in der Nachspielzeit und während in Mainz bereits abgepfiffen wurde, bekommt Bayern einen Freistoß an der Strafraumgrenze. Es ist die letzte Aktion des Spiels und zum Freistoß tritt Robben an...

Wie das in etwa aussehen könnte:

Und wie geht's weiter? Das Magath-Interview nach dem Pfefferminztee-Besäufnis, Kevin Kuranyi brüskiert Jogi Löw mit Nusspli-Werbespot und auch 2010 ist ein gutes Jahr, um Geschichte zu schreiben.

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1Nov/091

Stadionbesuch VfB Stuttgart – Bayern München

Stadionbesuch VfB - Bayern München

Es hat sich zu einer guten, wenn auch nicht billigen Tradition entwickelt, dass mein langjähriger Freund Markus seine Kontakte zum VfB ausnutzt und Karten für den Südgipfel gegen Bayern organisiert. Es hat auch dieses Jahr funktioniert: bei herrlichen Herbstwetter trafen wir uns zunächst in der Soccer Lounge des Hilton Garden Inn neben dem Stadion und später dann noch mit den VfB-Fangirls Kasi, Yvonne und Sabrina.
Bei eine schneller Stadionbrause vor dem Spiel wurde nochmal die Wichtigkeit des Spiels sowie dessen wahrscheinlicher Ausgang diskutiert, ehe es dann ins Stadion ging.
Das Spiel ging leider 0:0 aus - wir haben ein über weite Strecken zerfahrenes Spiel beider Mannschaften gesehen. Der VfB begann zunächst druckvoll, ließ sich aber im Verlauf der ersten Halbzeit mehr und mehr von den Bayern in die eigene Hälfte zurückdrängen. Die Bayern dagegen konnten die Überlegenheit auf dem Platz nicht in Torchancen umsetzen. Auch in der zweiten Hälfte verlief das Spiel ohne echte Höhepunkte, ein Tor von Luca Toni wurde wegen Abseits nicht gegeben.
Was blieb war das abließende Essen in der Soccer Lounge und die Erkenntnis, dass die Bayern in Stuttgart nicht gewinnen, wenn ich im Stadion bin.

Es hat sich zu einer guten, wenn auch nicht billigen Tradition entwickelt, dass mein langjähriger Freund Markus seine Kontakte zum VfB ausnutzt und Karten für den Südgipfel gegen Bayern organisiert. Es hat auch dieses Jahr funktioniert: bei herrlichem Herbstwetter traf ich mich zunächst mit Markus und Steve in der Soccer Lounge des Hilton Garden Inn neben dem Stadion und später dann noch mit den VfB-Fans Kasi, Yvonne und ihrer Tochter Sabrina.

Die Soccer-Lounge im Hilton Garden Inn neben der Mercedes-Benz Arena

Die Soccer-Lounge im Hilton Garden Inn neben der Mercedes-Benz Arena

Das Fußball-Menü. Vor und nach dem Spiel gibt es ein Buffet und kostenlose Getränke.

Das Fußball-Menü. Vor und nach dem Spiel gibt es ein Buffet und kostenlose Getränke.

Bei einer schnellen Stadionbrause vor dem Spiel wurde nochmal die Wichtigkeit des Spiels sowie dessen wahrscheinlicher Ausgang diskutiert, ehe es dann endlich ins Stadion ging. Irgendwie zeigten sich die VfB-Fans seltsam nervös... was evtl. mit den Ergebnissen des VfB in den vergangenen Spielen zusammenhing. ;-)

Die Cannstatter Kurve

Die Cannstatter Kurve

Die Baustelle der Untertürkheimer Kurve

Die Baustelle der Untertürkheimer Kurve

Die Haupttribüne vor dem Anpfiff

Die Haupttribüne vor dem Anpfiff

Das Spiel ging leider nur 0:0 aus - es war ein über weite Strecken zerfahrenes Spiel beider Mannschaften. Der VfB begann zunächst druckvoll, ließ sich aber im Verlauf der ersten Halbzeit mehr und mehr von den Bayern in die eigene Hälfte zurückdrängen. Die Bayern dagegen konnten ihre Überlegenheit auf dem Platz nicht in Torchancen umsetzen. Schwer hatte es vor allem Mario Gomez, der bei jedem Ballkontakt vom Stuttgarter Publikum ausgepfiffen wurde - mir unverständlich, wenn man bedenkt wem es der VfB in erster Linie zu verdanken hat, dass man sich heute über die Einnahmen aus der Champions League freuen kann. Auch in der zweiten Hälfte verlief das Spiel ohne echte Höhepunkte, ein Tor von Luca Toni in der 86. Minute wurde wegen Abseits nicht gegeben.

Nach dem Schlußpfiff ging's dann nochmal zur Aufarbeitung des Spiels in die Soccer-Lounge. Ich würde ja zugern mal wieder einen Bayern-Sieg in meiner Wahlheimat erleben - der letzte datiert ja vom 21.5.2005.

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22Okt/090

Denkanstösse – der FC Bayern nach Bordeaux

Zugegeben: auch ich habe mich nach dem unglücklichen Jahr unter Jürgen Klinsmann einen erfahrenen Trainer gewünscht, der dem FC Bayern seinen Stempel aufdrückt und das alte Selbstbewußtsein wieder aufleben lässt. Nach 5 Monaten Louis van Gaal hat sich diese Hoffnung, vorsichtig formuliert, bisher nicht erfüllt.

Resümieren wir: verdiente Spieler wie Lucio oder Ze Roberto wurden abgegeben - wieviel sie wert sind, kann man bei Inter Mailand bzw. beim HSV sehen. Van Gaals Wunscheinkäufe Braafheid und Pranjic sind bestenfalls Mitläufer und werden dem FC Bayern noch lange Zeit auf der Tasche liegen. Schlimmer noch: sie verhindern, dass die Abwehr die längst fällige Verstärkung auf der rechten Seite erhält, damit Philip Lahm wieder auf der linken Seite spielen kann. Für van Gaals Wunschsystem, das 4-3-3, wurde Arjen Robben geholt - neben Ribery zweifellos ein Außnahmespieler, jedoch verletzungsanfällig.

Die Umstellung auf das 4-3-3 mag richtig sein - gegen Wolfsburg hat die Mannschaft das eindrucksvoll gezeigt. Allerdings hat Louis van Gaal für dieses System kein Personal, wenn wie jetzt seine Flügelzange nicht zur Verfügung steht. Die Alternative ist die Umstellung auf ein 4-4-2 mit Mittelfeldraute - ein System, das van Gaal der Doppelsechs vorzieht, obwohl er hierfür das Personal hätte: den für 15 Mio geholten Anatoliy Tymoshchuk und Kapitän Mark van Bommel vor der Abwehr.

Das Personal scheint überhaupt das Problem des Louis van Gaal zu sein. Schon in Barcelona hatten die Stars Schwierigkeiten mit van Gaal, in München zeichnet sich nun ähnliches ab. Mario Gomez, zweifellos einer der besten Stürmer den die Liga in der letzten Saison hatte, verkümmert unter van Gaal auf der Bank. Luca Toni ist unter van Gaal ebenfalls nicht wohl gelitten und auch Ivica Olic fühlt sich in der Joker-Rolle wohler, als von Beginn an auf dem Platz zu stehen: zu groß sei die Angst, auf dem Platz Fehler zu machen.

Louis van Gaal ist ein Disziplin-Fanatiker, der von seinem Personal die peinlich genaue Umsetzung seiner Vorgaben erwartet. Diesem Anspruch sollte er nun ebenfalls gerecht werden. Nach dem Spiel gegen Dortmund auf Mario Gomez bzw Anatoliy Tymoshchuk angesprochen meinte van Gaal, er habe diese Spieler nicht geholt. Nun, Mario Gomez und Anatoliy Tymoshchuk werden wie van Gaal selbst vom FC Bayern bezahlt - und nur als Kollektiv sind die hohen Ziele zu realisieren, die der FC Bayern ausgibt und für die van Gaal verpflichtet wurde. Nichts gegen eine Aufstellung nach Leistung anstatt nach Namen, aber den Leistungsträgern einer Mannschaft im Jahr vor einer Weltmeisterschaft das Selbstbewusstsein zu nehmen ist sicher nicht leistungsfördernd und zielführend.

Es wird nun in den nächsten Spielen darauf ankommen, die Mannschaft hinter sich zu bekommen und als Team an einem Strang zu ziehen. Gegen Frankfurt in der Bundesliga und kurz darauf im Pokal wird man keinen Schönheitspreis gewinnen können, es zählen nur Ergebnisse. Mit Stuttgart wartet eine Mannschaft auf den FC Bayern, die nichts mehr zu verlieren hat und gegen Bayern immer schon an die Grenze und darüber hinaus gegangen ist. Diese Spiele müssen, ebenso wie das Heimspiel gegen Bordeaux, möglichst gewonnen werden, um die Saisonziele nicht schon früh aus den Augen zu verlieren. Es schließen sich die 6-Punkte-Spiele gegen Schalke und Leverkusen an.

Ich bin sehr gespannt, wie sich die Mannschaft in den kommenden, richtungsweisenden Wochen präsentieren wird.

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31Aug/090

Uli Hoeneß oder die unendliche Leichtigkeit des Seins

So kennt man Uli Hoeneß: mit knallrotem Kopf auf der Bank Tribüne wild gestikulierend und wie ein Gummiball umherhüpfend. Er hat es seinen Kritikern mal wieder gezeigt: alle haben einen rechten Verteidiger und einen Torwart gefordert, er hat einen Flügelstürmer gekauft und damit einen Volltreffer gelandet. Nichts freut den Hoeneß Uli eben mehr, als seinen FC Bayern oben auf zu sehen.

Es war eine Bayern-Gala am Samstag abend, ein Auftritt bei dem (fast) alles gepasst hat. Zumindest wollte niemand merken, dass Edson Braafheid dem Gegner (wieder mal) die linke Seite auf dem Silbertablett angeboten hat. Oder dass Wolfsburg eine der 100%-igen Chancen hätte verwandeln können, ja müssen - und dass dann die Schlagzeilen nach dem Ribery-Robben Spektakel weit weniger Superlative aufgewiesen hätten.

Egal, es ist wieder alles gut beim FC Bayern. Oder? Es hat zumindest gut getan zu sehen, dass die Mannschaft wieder Lust am Fussball hatte und darüber hinaus anfing, Louis van Gaals neues System zu verinnerlichen. Daniel van Buyten hob nach Spielende auch das Kollektiv heraus - und er war es auch, der Butt nach dessen Glanzparade gegen Dzekos Kopfball anfeuerte. Der FC Bayern mit Mannschaftsgeist - das macht Lust auf mehr.

Jetzt ist Länderspielpause und am 12.9. spielt man auswärts gegen Dortmund. Wenn sich niemand verletzt, ist mit den Bayern wieder zu rechnen - zumal Klopps gelb-schwarze sich zuletzt nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Hoffen wir, dass Uli Hoeneß wieder Grund zur Freude hat.

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