Google Streetview oder: ich sehe was, was du nicht siehst
Was war das für ein Sommerloch 2010. Wir erinnern uns: ein Sturm der Entrüstung brauste durch das Land und entzweite die Nation an der Frage, ob Hausansichten, die analog sichtbar sind, auch digital sichtbar sein dürfen.
Sie dürfen, sofern man nicht sein Veto dagegen eingelegt hat. Seit heute kann man das Ergebnis auch endlich bewundern, Google hat die Straßenansichten von 20 Städten online gestellt. So kann man sich durch die meist sommerlichen Straßen Berlins, Bielefelds (sic!), Stuttgarts oder Münchens klicken bis man auf eine Nebelbank trifft – eine Hausfassade, die Google auf Wunsch des Besitzers, Mieters oder eines Scherzkekses verpixelt grau darstellt. Das ist aber kein Grund zum ärgern, denn über den Bilderdienst Panoramio läßt sich das verpixelte Haus dennoch darstellen.
Dieses Beispiel zeigt, dass das hervorragend funktioniert: ist für eine verpixelte Hausfassade ein Panoramio-Bild verfügbar, wird ein Thumbnail eingeblendet. Bei Klick auf das Thumbnail wird wie auf einem Panoramafoto das Panoramio-Bild in die Streetview-Ansicht integriert.
Anscheinend wurde diese Hintertür von Google bewußt offen gehalten. Es ist also damit zu rechnen, dass die noch verpixelten Häuser bald “nachgereicht” werden. Die Panoramio-App ist kostenlos auch für das iPhone verfügbar (iTunes-Link).
