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Blogparade: Wie findet ihr interessante Followings?

05 Aug
5. August 2012

Twitter kann man sich unterschiedlich gestalten. Erstaunlicherweise ist den meisten wichtiger, wer und vor allem wie viele Leute auf Twitter folgen, anstatt eine interessante und spannende Timeline zu haben. Der Mario fragte, wie wir denn so unsere Followings auf Twitter finden und da gebe ich auch gerne meinen Senf dazu. Hier also die Fragen:

Wie wichtig sind euch FollowFridays? Nutzt ihr die Empfehlungen oder interessieren sie euch gar nicht? Oder nutzt ihr sie unter bestimmten Umständen?

Der FollowFriday findet bei mir nicht statt. Ich empfehle nicht und habe auch die FollowFriday-Hashtags in der Timeline ausgeblendet. Vor 3 Jahren war der FollowFriday mal für kurze Zeit lustig, heute nervt er einfach. Warum? Die Empfehlung ist zur Massenware verkommen und bietet in den allermeisten Fällen auch keinen Nutzwert mehr. Ich suche mir lieber interessante Followings anstatt sie mir unter die Nase reiben zu lassen, darum: #FollowFriday #raus.

Interessiert euch der Ava, die Bio etc.? Folgt ihr Leuten ohne diese Angaben oder eher nicht? Schaut ihr euch eventuell verlinkte Blogs/Webseiten etc. vorher an?

Über den Ava und die Bio lassen sich Spammer, SEO’s, Verkäufer und Berater schon recht zuverlässig aussortieren. Auch die verlinkte Website ist oft aufschlussreich: wer sein Profil nur auf favstar.fm verlinkt macht ebenso eine Aussage wie jemand, der sich die Mühe macht ein Blog zu pflegen.

Ich unterscheide zwischen Accounts, die mich nur mit Informationen versorgen und denen, mit denen ich mich auch austausche. Bei ersteren ist mir Ava und Bio weitestgehend egal, bei den anderen ist es mir schon lieber, wenn ich weiß mit wem ich es zu tun habe. Ansonsten zählt Qualität.

Was ist mit Tweets, Retweets und Mentions? Kümmert euch, wie sehr ein User diese nutzt?

Klar, die Tweets sind ausschlaggebend. Bekomme ich die Information die ich erwartet habe? Ist der Account interessant und/oder unterhaltsam? Was sagen die Tweets aus: spiegeln sie eine Meinung wieder oder wird nur auf Artikel oder Websites verlinkt? Liefern die Mentions Rückschlüsse auf neue, interessante Accounts oder handelt es sich nur um belanglose Chats, die eigentlich in DM’s gehören?

Interessieren euch die Anzahl der Follower und Followings des Users/der Userin? Schaut ihr euch diese an?

Auf jeden Fall, oft genügt ein Blick auf das Follower/Following-Verhältnis und man muss meistens schon gar nicht mehr auf die Timeline schauen. Eine hohe Anzahl von Followings deutet darauf hin, dass der User Follower sucht, wahrscheinlich um seine Botschaft unter’s Volk zu bringen. Accounts mit vielen Followern dagegen sind möglicherweise interessant, kommunizieren aber wenig.

Auf welche Weise findet ihr die meisten Menschen/Accounts, denen ihr folgt? FollowFriday, Retweets, Mentions, lasst euch finden und folgt zurück?

In dieser Reihenfolge: persönliche Bekanntschaft, Follower von Followings, Qualität der Tweets, Retweets meiner Followings die mir auffallen, Neugier, z.B. ein Tweet mit einem Hashtag, der mich interessiert hat.

Ich folge gerne zurück, meistens nach Mentions oder Retweets, selten sofort.

RT RT RT RT Aaargh!

18 Nov
18. November 2011

Es gibt keine Gebrauchsanleitung für Twitter und deswegen soll jeder nach seiner Façon damit glücklich werden. Wenn es aber einfache, funktionierende Lösungen für gängige Probleme gibt bin ich dafür, sie zu propagieren. ;-)

Heute: der Retweet.

In den frühen Twitter-Anfängen gab es keine native Retweet-Funktion. Für einen Retweet stellte man “RT ” vor den Tweet – mit dem Nachteil, dass sich die Textlänge pro Retweet um 3 Zeichen verkürzte. Die Twitter-Clients erledigten das zwar automatisch, aber häufig musste der Tweet noch manuell “nachbearbeitet” werden. Mit der nativen Retweet-Funktion ist das glücklicherweise Vergangenheit. Man sieht sofort den Urheber des Tweets, kann ihn einfach an die Timeline weiter reichen und das Original muss nicht geändert werden. Alle sind happy.

Warum sollte man diese Funktion also nicht nutzen? Mir fallen eigentlich nur zwei Gründe ein:

  1. Der Client beherrscht den nativen Retweet nicht. Mir ist eigentlich keiner bekannt, aber in diesem Fall sollte man den Client wechseln. Punkt.
  2. Man möchte den Tweet kommentieren. Am schnellsten ginge das ja über die Reply-Funktion. Gegen diese technisch einfache Lösung spricht jedoch manchmal der Wunsch, die gesamte Timeline am Original und dem Kommentar teilhaben lassen zu wollen. Für den kurzen Kommentar böte sich da die “Zitieren”-Funktion vieler Clients an, die den Original-Tweet inkl. Urheber in Anführungszeichen setzt, für den längeren Kommentar setzt man einfach ein Punkt vor den Reply.

Warum der Rant? Weil der Mensch faul ist und – anstatt sich zum Original-Tweet durchzuklicken – lieber die Timelines anderer Leute mit nicht-nativen RT’s vollmüllt. Darum.

Round and round and round it goes…

18 Jul
18. Juli 2011
Google, Facebook & Twitter

Google, Facebook & Twitter

Where it stops? Nobody knows.

Missen möchte ich keinen der Dienste: Twitter nicht, weil er so schnell und einfach funktioniert, Google+ nicht, weil er alles bietet, was ich bei Twitter und Facebook vermisse und Facebook nicht, weil es das Mainstream-Angebot darstellt, das die kritische Masse nutzt.

Ich habe mich gewaltig umgestellt bei Twitter. War es früher mein soziales Netzwerk Nr. 1, nutze ich es heute hauptsächlich als Informationsquelle für alles Mögliche. Fußballergebnisse? Updates? Neue Tools und Dienste? Breaking News? Alles auf Twitter. Viele meiner Follower kenne ich persönlich und interessiere mich für ihre Meinungen. Allerdings ist das Kennenlernen über den Dienst seltener geworden. Dafür gibt’s mehr Spam in Form von Followern, die den Kontakt ausschließlich deswegen suchen, um Links auf ihre Angebote los zu werden. Oder Leute, die sich auf einem permanenten Egotrip befinden und denen die Anzahl ihrer Follower, Favs und Retweets so wichtig ist, dass sie in ihrem Profil gleich auf Favstar verweisen. Auch wenn man das Gefühl hat, dass sich Twitter nicht weiter entwickelt: alles in allem funktioniert der Dienst so, wie er soll und wenn nicht, kann man sich fast alles so hinbiegen, wie man’s braucht. Prädikat: unverzichtbar.

Google+ ist der neue Stern am Web 2.0-Himmel. 10 Millionen Nutzer in 2 Wochen – es könnte endlich klappen mit Google’s sozialem Netzwerk. Zumal man es diesmal so gemacht hat wie Microsoft: das, was funktioniert abkupfern und durch eigene Ideen verbessern. So ist das Circle-Prinzip genau das, was ich bei Twitter und Facebook vermisse: ich möchte meine Nachrichten gerne gezielt an bestimmte Personenkreise richten können. Wenn man sich seinen Nachrichtenstream jetzt auch noch individuell aus seinen Circles zusammenklicken könnte, wäre der Dienst in meinen Augen perfekt – von den (noch) fehlenden Usern und nativen Clients mal abgesehen. Auch das krude “anfreunden” wie bei Facebook entfällt. Kein peinliches “du, ich wüßte gerne, was du so postest, bitte laß mich rein” oder Freundschaftsanfragen des Chefs, die man nicht ablehnen kann. Wer mich interessiert, dem folge ich – schließlich hat derjenige ja auch die Möglichkeit, seinen Nachrichtenausstoß gezielt zu kontrollieren. Im Gegensatz zu Twitter stellt Google Diskussionen übersichtlich dar. Der Dienst konzentriert auf das Wesentliche, ganz im Gegensatz zu Facebook, das mit albernen Gimmicks nervt, aber eben doch weiter entwickelt als Twitter. So bietet Google auch einen Videochat und Newssuche, alles in allem also Features, die ich gut gebrauchen kann und die darüber hinaus gut implementiert sind. Man hat bei Google gelernt und liefert mit Google+ das fehlende Puzzleteilchen, das deren bisherige Dienste optimal verbindet. Prädikat: könnte unverzichtbar werden, hakt aber hier und da noch.

Facebook ist der Platzhirsch. Ich habe lange gebraucht, um mit Facebook warm zu werden und ich habe eine ellenlange Liste von Punkten, die mich an Facebook massiv stören. Angefangen bei den bereits erwähnten “Apps” wie Glücksnüsse oder Spiele, die man erst mühsam blocken muß, damit der Dienst überhaupt benutzbar wird. Weiter über die verklausulierten Einstellungen zum Profil, die an jeglicher nur denkbaren Stelle versteckt sind – nur nicht dort, wo man sie sucht. Ebenso kompliziert ist die Zuweisung von Rechten auf Inhalte an bestimmte Personengruppen. Was Facebook für mich interessant macht, ist die Tatsache, dass es defacto das Telefonbuch des Internets darstellt. Man benutzt es, um Menschen zu finden und mit ihnen in Kontakt zu treten – und zu bleiben. Seit Facebook ist die Anzahl von Witzen, die Leute mühsam aus dem Internet in Powerpoint-Folien kopieren und per Email verteilen angenehm klein geworden. Wozu auch: man verlinkt eben auf den Gag und der Teil der Gefolgschaft, den es interessiert liest es. 1:n statt 1:1 – der ursprüngliche Sinn eines sozialen Netzwerks. Facebook ist wie eine festgefahrene Beziehung: ist man drin, nörgelt man gerne dran rum, ist man draußen, fehlt auch was. Prädikat: noch unverzichtbar, aber die Konkurrenz schläft nicht. Im Gegenteil. Und das ist auch gut so. Hier findet ihr mich bei den jeweiligen Diensten:

Twitter: @erikschimmel
Google+: gplus.to/erikschimmel
Facebook: facebook.com/erikschimmel